Corona Maßnahmen

Hervorgehoben

Aufgrund der aktuellen Corona Maßnahmen können bis auf weiteres keine gemeinsamen Aktivitäten stattfinden. Dies betrifft:

  • Café Grenzenlos
  • Sprachtreff in der Stadtbibliothek
  • Fahrradwerkstatt
  • Kegeltreff

Nein zu einem Europa der Haft- und Flüchtlingslager

Pro Asyl richtet sich mit einem eindringlichen Appell an das Europaparlament und fordert Organisationen und Einzelpersonen auf sich diesem anzuschließen sie unten.
Die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V. hat sich aus tiefer Überzeugung diesem Appell angeschlossen !

Bitte schließt Euch dieser Aktion an und unterzeichnet die Petition von Pro Asyl  !

Hier der Aufruf von Pro Asyl:

Nein zu einem Europa der Haftlager für Flüchtlinge!

Moria, der EU-Türkei-Deal und all die anderen Verschärfungen rund um die europäische Flüchtlingspolitik, die wir bisher erleben mussten, waren nur der Anfang. Jetzt sollen die ungerechten und beschämenden Zustände an den europäischen Außengrenzen endgültig in Gesetze gegossen und zementiert werden.

Das Gesetzespaket »New Pact on Migration and Asylum« der EU-Kommission unter Ursula von der Leyen vom 23. September 2020 sieht vor, dass an den Außengrenzen Europas neue Flüchtlingslager entstehen. Dort sollen Geflüchtete festgesetzt, in Grenzverfahren aussortiert und direkt wieder abgeschoben werden. Anstatt Schutzsuchende aufzunehmen, können Staaten, die sich weigern Flüchtlinge aufzunehmen, ihren Beitrag zur europäischen Solidarität durch sogenannte »Abschiebepatenschaften« leisten. Die geplanten Lager werden Orte der Inhumanität, Gewalt und Rechtlosigkeit sein. Ein faires Asylverfahren kann dort nicht stattfinden. Moria 2.0 droht, dieses Mal an vielen Orten! 

PRO ASYL hat deswegen die Aktion »Nein zu einem Europa der Haft- und Flüchtlingslager!« gestartet. Um den öffentlichen Druck zu verstärken, möchten wir die Möglichkeit für NGOs schaffen, sich der Aktion anzuschließen und weitere Unterstützer*innen zu werben. Am 3./4. Dezember tagt erneut der Rat der Europäischen Union für Justiz und Inneres, kurz vor dem 10. Dezember 2020, dem Tag der Menschenrechte. Wir wollen die Anzahl der unterstützenden Organisationen veröffentlichen, erneut appellieren und die Öffentlichkeit wachrütteln. Wirksam stoppen kann dieses Vorhaben allerdings das EU-Parlament. Deshalb wollen wir den Appell »Nein zu einem Europa der Haft- und Flüchtlingslager!« zusammen mit möglichst vielen Unterschriften von Organisationen dem Europa-Parlament übergeben.

Bitte unterstützen Sie die Aktion!

Rückmeldung bitte bis zum 30.11.2020 unter Angabe des vollständigen Organisationsnamen an appell.europaparlament@proasyl.de.

Wir haben den Appell mit einer juristischen Begründung versehen, die wir Ihnen im Anhang zur Verfügung stellen. Sie ist nicht Teil des zu unterschreibenden Appells. Bitte informieren Sie auch nahestehende Gruppen und Initiativen. Einzelpersonen können den Appell in Form einer Petition auf unserer Homepage unterschreiben, Organisationen nur per Mail.

Mit herzlichem Gruß
Günter Burkhardt

Mitgliederversammlung der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V.

Der neu gewählte Vorstand mit Corona Abstand:
vorne Mitte: Renate und Michael Kaul
v.l.n.r.: Katrin Strauß, Katharina Mieskes, Ulla Fahnroth, Yael Lichtman, Florian Obst, nicht im Bild: Klaus-Dieter Hagedorn

Am 10.09.2020 fand die Mitgliederversammlung der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V. statt.

Die Corona Pandemie hatte in diesem Jahr einen erheblichen Einfluss auf das Leben der Neubürger und die Arbeit der Flüchtlinge. Treffen wie das Café Grenzenlos können seit März nicht mehr stattfinden. Sprachkurse waren lange Zeit gestrichen und fangen nun langsam wieder an. Der so wichtige wöchentliche Offene Sprachtreff in der Stadtbibliothek fehlt den Geflüchteten, aber auch Migranten, die ihre Sprachkenntnisse verbessern wollen.

Unsere so wichtigen Sprachpatinnen uns -paten können mit ihren Schützlingen nur noch elektronisch oder bei privaten Besuchen kommunizieren. Qualifiziertes Lernen ist ohne PC oder Tablet fast nicht mehr möglich. Ein Smartphone ist dabei nicht praxisgerecht. Das trifft auf Schülerinnen und Schüler aller Klassen genauso zu wie auf junge Menschen in Ausbildung.
Die Flüchtlingshilfe versucht hier Unterstützung zu geben, indem sie Lernmöglichkeiten aufzeigt und bei technischen Problemen Hilfestellung gibt. Dies kommt dann auch der Kommunikation mit den Patinnen und Paten zugute.
Die Flüchtlingshilfe sucht insbesondere für dieses digitale Lernen weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

In der Coronazeit gibt es aber auch überaus erfreuliche Erlebnisse. So berichtet eine Patin, wie ihre Schützlinge Einkäufe für sie übernehmen und weitere Hilfe anbieten.

Seit zwei Jahren bemühen sich die Flüchtlingshilfen des Kreises Offenbach, gemeinsam eine in ihren Augen ungerechtfertigte „Nutzungsgebühr“ abzumildern. Geflüchtete, die arbeiten gehen, müssen für die Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft 375 € pro Kopf bezahlen. Für eine 5-köpfige Familie kommen € 1875 zusammen. Viele sind dabei in 1 bis 2 Zimmern ohne eigene Küche, Toilette und Waschgelegenheit untergebracht. Quadratmeterpreise von über 40 € sind dabei nicht ungewöhnlich. Die Flüchtlingshilfen hoffen nun auf eine Änderung des Landesaufnahmegesetzes.

Die Flüchtlingshilfe bedankt sich bei allen Helfer*innen und bei denen, die ihre Arbeit durch eine Spende unterstützt haben.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Neuwahl des Vorstandes. Gewählt wurden:
Michael Kaul (1. Vorsitzender), Katrin Strauß (stellv. Vorsitzende), Ulla Fahnroth (Kassiererin), die Beisitzer Katharina Mieskes und Florian Obst sowie die Schriftführerin Renate Kaul. Kassenprüfer sind Yael Lichtman und Klaus-Dieter Hagedorn

Respekt !

Heute am Stadtgeburtstag, wurde um 11 Uhr am Neu-Isenburger Rathaus das Schild „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ angebracht, hier die Pressemitteilung der Stadt Neu-Isenburg.
Es ist dies eine Aktion, um die Resolution der Stadt Neu-Isenburg für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit bekannt zu machen und für Allianzen und Bündnisse zu werben. Diese Resolution wurde von der Stadtverordnetenversammlung am 24. Juni 2020 verabschiedet.

Die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg begrüßt diese Aktion und schließt sich ihr gerne an. „Menschenverachtende Ideologien dürfen nicht salonfähig werden“ (wie es in der Resolution der Stadt heißt).

#MenschenWürdeSchützen

Solidarität geht über Grenzen – Hessen muss Flüchtlinge JETZT aufnehmen

Der Hessische Flüchtlingsrat appelliert mit 143 weiteren hessischen und bundesweiten Organisationen an die Landesregierung:
Lassen Sie Worten Taten folgen. Schaffen Sie ein Landesaufnahmeprogramm für Flüchtlinge in Not.

Mit dem Appell #MenschenWürdeSchützen richten sich der Hessische Flüchtlingsrat, die Liga der Freien Wohlfahrtspflege, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelische Kirche im Rheinland, das Bistum Limburg, der DGB Hessen-Thüringen, die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Hessen, Amnesty International, Pro Asyl und medico international sowie mehr als 130 weitere bundesweite und hessische Organisationen an die hessische Landesregierung. Auch die Oberbürgermeister von Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Marburg, Wiesbaden und die Landräte der Landkreise Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau sowie weitere kommunal Verantwortliche haben den Appell unterschrieben.

Gerade in Zeiten der weltweiten Corona-Krise verschärft sich überall die Situation in den Flüchtlingslagen. Wir müssen jetzt handeln! Es gibt in Hessen eine große Aufnahmebereitschaft, wie der breit getragene Appell für ein substantielles Landesaufnahmeprogramm zeigt. Dabei darf es aber nicht nur um eine symbolische Anzahl an Aufzunehmenden gehen, sondern es muss ein echtes Aufnahmeprogramm werden, mit dem kontinuierlich einer signifikanten Anzahl an Menschen geholfen wird“, bekräftigte Timmo Scherenberg, Geschäftsführer des Hessischen Flüchtlingsrates, die Forderungen des Bündnisses.

Die Einreise von Flüchtlingen nach Deutschland geht stetig zurück. In Hessen wurden im April 2020 nur 162 Schutzsuchende registriert. Im März waren es 450, im Februar 684 und im Januar 756. Wir haben Platz.

Die Unterzeichnenden fordern die Hessische Landesregierung auf:

  • Schaffen Sie mit einem dauerhaften Landesaufnahmeprogramm sichere und legale Zugangswege und eine Lebensperspektive für jährlich mindestens 1.500 besonders verletzliche Flüchtlinge aus Flüchtlingslagern!
  • Ermöglichen Sie, dass Menschen aus den griechischen Flüchtlingslagern, die familiäre Beziehungen in Hessen haben, kurzfristig aufgenommen werden!
  • Setzen Sie alle Hebel in Bewegung, damit die Bundesregierung endlich ein dauerhaftes Aufnahmeprogramm auflegt und zwar für im Mittelmeer aus Seenot gerettete Personen, für allein reisende Kinder und kranke Kinder mit ihren Familien in griechischen Flüchtlingslagern. Setzen Sie ein Zeichen, indem Sie der Bundesregierung zusagen, im Rahmen eines solchen Programms pro Jahr mindestens 300 Flüchtlinge mehr aufzunehmen, als Sie es nach dem innerdeutschen Verteilmechanismus (Königsteiner Schlüssel) eigentlich müssen!

Menschlichkeit und Solidarität haben in Hessen eine lange Tradition.
Die Menschen, für die wir uns mit diesen Forderungen einsetzen, brauchen beides – JETZT!

Einschränkungen wegen Corona

wie alle anderen Veranstalter müssen auch wir unsere Treffen wegen der Coronas Bedrohung aussetzen.

Dies betrifft

  • den Sprachtreff donnerstags in der Stadtbibliothek
  • das Café Grenzenlos in der Ev.-ref. Gemeinde am Marktplatz
  • das monatliche Kegeln in der Gaststätte der TSG
  • die Fahrradwerkstatt donnerstags Hugenottenallee 88
  • unseren „Offenen Treff“

Sowie ein normales öffentliches Leben wieder möglich ist, werden wir Euch über unsere Termine informieren.

Wir wünschen Euch alles Gute und bleibt gesund !

Stand Flüchtlingshilfe am Weihnachtsmarkt zu Gunsten der Seenotrettung Sea-Eye e.V.

Die gute Laune von Ayse, Magila und Claudia kam bei den Besuchern des Standes der Flüchtlingshilfe bestens an. Foto: Marianne Kestler

Wie jedes Jahr beteiligte sich die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V. am Neu-Isenburger Weihnachtsmarkt im Alten Ort.
Die Einnahmen waren für die Seenotretter von Sea-Eye e.V. bestimmt. Angeboten wurden Crêpes, Bio-Glühwein, Früchte Punsch und Tee vom Samowar.

Die Schlange am Crêpes Stand riss eigentlich nie ab. Abends war der Stand der letzte an dem der Verkauf eingestellt wurde. Langeweile kam bei den zwanzig Helfer*innen nie auf, es hat allen sichtbar Spaß gemacht.

All dies spiegelt sich auch im Umsatz wieder. Noch nie wurde so viel verkauft, obwohl das Wetter nicht optimal war.

Die Flüchtlingshilfe freut sich, dass 1500 Euro an Sea-Eye e.V. überwiesen werden konnten.

5 Jahre Café Grenzenlos

Seit November 2014 gibt es das Café Grenzenlos, das immer am ersten Mittwoch im Monat in der Ev.-Ref. Gemeinde Am Marktplatz, Marktplatz 8 im Gemeindesaal von 16.00 Uhr – 18.00 Uhr geöffnet hat. Die Idee eines Cafés entstand im ersten Sprachtreff für „Geflüchtete“ in der Gemeinde Am Marktplatz der im selben Jahr durch Frau Sandra Taube und Herr Alexander Gerstenberger-Vogt, sowie mit Unterstützung des damaligen Pfarrers Matthias Loesch i.R. und der Gemeinde ins Leben gerufen wurde.

Der Ort hat sich in den 5 Jahren als wichtigster Knotenpunkt der Kommunikation zwischen Bürger- Bürgerinnen mit und ohne Migrationshintergrund und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V. etabliert.
Mit der interkulturellen Öffnung soll allen die gleiche Chance zur Teilhabe eingeräumt werden.

Andere Länder, andere Kulturen, andere Sprachen, andere Religionen, andere Kleidung, andere Vorstellungen, andere Mentalitäten mit anderen Meinungen und Ansichten, anderes Essen, andere Bedürfnisse, Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, alle sind willkommen und können das Zusammensein bereichern.

Andersartigkeit zuzulassen, zu akzeptieren und zu integrieren ist eines der wichtigsten Anliegen der Initiatoren*innen des Café Grenzenlos.
Geöffnet ist das Café Grenzenlos immer am ersten Mittwoch im Monat von 16.00 Uhr – 18.00 Uhr im Saal der Ev.-Ref. Gemeinde Am Marktplatz, Marktplatz

Nächster Termin: Mittwoch, 6. November 2019

21.10.2019 A. Gerstenberger-Vogt

Anreas Schmidt erhält den Integrationspreis der Stadt Neu-Isenburg

Andreas Schmidt ist der Geschäftsführer der Neu-Isenburger Firma „Café Ernst“. Die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg freut sich über die Verleihung des Preises an Herrn Schmidt.
Eine ganze Reihe Geflüchteter fand in der Bäckerei und Konditorei Arbeit. Einige machen dort sogar eine Ausbildung.
Seit der Eröffnung des „Café Grenzenlos“ sponsert Café Ernst den Kuchen.
Mehr in der Pressemitteilung der Stadt Neu-Isenburg

Auch wir verstehen die Auszeichnung der Firma stellvertretend für die vielen Firmen in Neu-Isenburg, die Geflüchteten eine Chance im Arbeitsmarkt geben oder die Integrationsarbeit in Neu-Isenburg auf andere Art unterstützen.